Die Wirkung des Parathormons bei Tetania Parathyreopriva

Abstract

1. Parathormon wirkt spezifisch in der Tetania parathyreopriva. 2. Die Wirkung des Parathormons übertrifft weit diejenigen anderer Mittel (Calciumpräparate, Vigantol usw.). Die Parathormonbehandlung bewirkt, auf subcutanem Wege, binnen 5–15 Stunden rasche Besserung des klinischen Bildes der Tetanie. In den schwersten Tetaniefällen, wo eine momentane Hilfeleistung notwendig ist, ist neben subcutaner P.-Injektion eine gleichzeitige intravenöse notwendig, die binnen 20 Minuten bis 1 1/2 Stunden eine schlagartige Besserung bringt. Die parenterale Parathormonbehandlung ist also in sämtlichen schweren Tetaniefällen, insbesondere in denjenigen, in welchen andere Mittel versagten, angezeigt. 3. Parallel mit der Besserung des klinischen Bildes beeinflußt das Parathormon auch den Blutchemismus, indem es vor allem den Blutspiegel erhöht, den Phosphor- und Kaliumspiegel erniedrigt. Die Beeinflussung der Alkalireserve und der Gerinnungszeit ist nicht konstant. 4. Die Dosierung des Parathormons soll individuell und unter der Kontrolle des Blutkalkspiegels durchgeführt werden. 5. Die Dauer der Parathormonbehandlung ist verschieden. In akuten Fällen mit nur vorübergehender Insuffizienz soll sie nur während der Dauer der klinischen Symptome, in schweren meist chronischen Fällen dagegen dürfte sie, ähnlich wie die Insulinbehandlung, kontinuierlich oder mit kleinen Pausen, am besten bei gleichzeitiger peroraler Calcium-darreichung, fortgesetzt werden. 6. Erscheinungen eines hypercalcämischen Syndroms wurden nicht konstatiert. Parathormon wirkt spezifisch in der Tetania parathyreopriva. Die Wirkung des Parathormons übertrifft weit diejenigen anderer Mittel (Calciumpräparate, Vigantol usw.). Die Parathormonbehandlung bewirkt, auf subcutanem Wege, binnen 5–15 Stunden rasche Besserung des klinischen Bildes der Tetanie. In den schwersten Tetaniefällen, wo eine momentane Hilfeleistung notwendig ist, ist neben subcutaner P.-Injektion eine gleichzeitige intravenöse notwendig, die binnen 20 Minuten bis 1 1/2 Stunden eine schlagartige Besserung bringt. Die parenterale Parathormonbehandlung ist also in sämtlichen schweren Tetaniefällen, insbesondere in denjenigen, in welchen andere Mittel versagten, angezeigt. Parallel mit der Besserung des klinischen Bildes beeinflußt das Parathormon auch den Blutchemismus, indem es vor allem den Blutspiegel erhöht, den Phosphor- und Kaliumspiegel erniedrigt. Die Beeinflussung der Alkalireserve und der Gerinnungszeit ist nicht konstant. Die Dosierung des Parathormons soll individuell und unter der Kontrolle des Blutkalkspiegels durchgeführt werden. Die Dauer der Parathormonbehandlung ist verschieden. In akuten Fällen mit nur vorübergehender Insuffizienz soll sie nur während der Dauer der klinischen Symptome, in schweren meist chronischen Fällen dagegen dürfte sie, ähnlich wie die Insulinbehandlung, kontinuierlich oder mit kleinen Pausen, am besten bei gleichzeitiger peroraler Calcium-darreichung, fortgesetzt werden. Erscheinungen eines hypercalcämischen Syndroms wurden nicht konstatiert.

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